Kriegsspiele von Zwergen
Zwei Staaten, die aus eigener Kraft nicht existieren könnten, bieten sich Großmächten zur Auslösung von Kriegen an. Durch blutige Dienstleistung wollen sie sich immerwährende Hilfe sichern.
Für Israel hat diese Entwicklung bereits Hannah Arendt als zwangsläufig erwiesen. Bald würden die Engländer mit dem Schutz Israels überfordert sein, dann werde Washington übernehmen. Die Folgen für die arabische Welt werde immerwährender Konflikt mit Kriegspotential sein. So ist es gekommen und geblieben.
Auch die Ukraine war noch nie für sich allein überlebensfähig, bekanntlich auch vor dem russischen Eingreifen nicht. Daher hat die Staatsführung in Kiev sich entschlossen, die russisch dominierten Gebiete (Donbas) zu erobern. Die Bewohner wurden um alles gebracht, ihr Eigentum, Haus und Hof, ihre Kultur, ihre Sprache, die Gesundheits- und Altersversorgung, einfach um alles. Viele wurden ermordet.
Sie wandten sich in ihrer äußersten Not hilfesuchend an die russische Staatsführung. Moskau hat sich an die internationale Gemeinschaft gewandt: vergebens.
Denn westliche Staaten sahen eine Möglichkeit, ihre eigenen Probleme zu lösen.
Die ukrainischen Ressourcen versprachen enorme Gewinne, sobald die sprichwörtliche Korruption dort besiegt wäre. Ferner lockte der geostrategische Vorteil durch Schwächung Russlands, dessen Ressourcen sogar noch viel mehr versprachen.
Der Westen unterstützte daher den Raubkrieg der ukrainischen Führung und machte ihn zu ihrem eigenen.
Heute, am 7. Juni 2026, treffen sich in London die europäischen Kriegsherren und beraten, mit welcher Taktik die Gewinne, die man sich versprochen hatte, nachhaltig gesichert werden können. Bei Kontrolle der Massenmedien könnte es möglich sein, den Krieg nur unter den gewünschten Bedingungen zu beenden.
Mit Gewinn also.
Inzwischen geht der von Hannah Arendt vorausgesagte Konflikt im Nahen Osten wieder einmal einer Radikalisierung entgegen. Dass er sich zum offenen Krieg ausweitet, hielt gestern abend eine Korrespondentin der ARD für wahrscheinlicher als einen Waffenstillstand.
Michael Molsner
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