Ich prüfe mich selbst. Sehr streng, wie üblich. Bin ich ein Angstmacher oder Schwarzmaler? Vor solchen warnt unser B-Kanzler in seiner Neujahrsansprache. Nein! Bin ich nicht. Habe aber anscheinend die falsche Kristallkugel. Ab in die Tonne damit, ich kaufe mir eine neue. Auch die Tarotkarten wechsle ich. Neuer Packen kommt auf den Tisch. Schmerzlich wird für meine empfindsame Seele der Abschied von meiner Wahrsagerin, sie ernährt ihre Familie mit Honoraren. Kamma nix machen. Muss sein. Wir leben sicher! Russland ist böse und an allem schuld. Keine Angst, keine Angst, Ros'marie!
Mittwoch, 31. Dezember 2025
Dienstag, 30. Dezember 2025
... in ihren Hals hinein
Expertensprech
Einen „Experten“ hörte ich gestern (29. 12. 2025) im Fernsehen sagen: Russlands Imperialismus sei älter als die Ukraine-Krise. Das habe Trump nicht verstanden und deshalb durchschaue er Putin's Machtspiele nicht. Russland sei imperialistisch, daran werde auch eine Niederlage der Ukraine nichts ändern, auf die manche Putin-Versteher bereits hofften.
Also, wenn der Experte zurückgeht bis zu Dschingis Khan, dann hat er etwas.
In jüngerer Zeit allerdings war es der deutsche Imperialismus, der zwei Weltkriege verursacht hat. Russland war das Opfer eines deutschen Überfalls – nicht umgekehrt.
Zuvor hat Frankreich unter Napoleon Russland angegriffen.
Russland war also dreimal Opfer westeuropäischer und zweimal deutscher Imperialisten. Es ging den Tätern tatsächlich um Imperien.
1941 wollte Deutschland das Dritte Reich für alle Zukunft absichern.
Der deutsche Angriff im August 1914 galt der Stabilisierung unseres Kaiserreiches.
Napoleons Vielvölkerarmee marschierte in Moskau ein, um das französische Kaiserreich gegen großbritannische Seeblockaden zu schützen.
Drei europäische Imperien. Sie glaubten, ohne Eroberung Russlands nicht überdauern zu können. Sie haben recht behalten.
Alle Beteiligten haben mit furchtbaren Opfern bezahlt. Deutschland sogar mit seiner Ehre.
Franklin D. Roosevelt äußerte sinngemäß, als man ihm die Massenmorde der deutschen Wehrmacht und der SS nachwies: „Die Deutschen werden erst noch lernen müssen, was menschlicher Anstand ist. Wir müssen ihnen einen Schlag versetzen, den sie in zwei Generationen nicht vergessen.“
Der Schlag ist versetzt worden. In meiner Generation ist manch einer darunter zerbrochen. Gespürt haben wir alle den Schlag, ich spüre ihn immer noch.
„Doch Zeit ward alt. Bald lebt kein Mann, ob er je kommt, das weißt du nicht, der dies Gesicht noch sehen kann.“
Auf ein Neues also.
Das ist möglich, weil ein immer größer werdender Teil der Wahlberechtigten jung ist. Jung genug, um sich einreden zu lassen, was direkt gelogen ist. Sie nehmen für bare Münze, was ein Leitmedium meldet. Warum sollten hochbezahlte Moderatoren oder „Experten“ zynisch lügen? Das klingt doch wirklich unwahrscheinlich.
Doch es ist gang und gäbe.
Meine Frau und ich sind Jahrgang 1945/1939. Zu alt, um noch wirkmächtig gegen die Verbreitung von Lügen kämpfen zu können. Wir appellieren daher an die noch kampffähigen Wahlberechtigten zwischen 25 und 75 etwa, die Plätze in der Kampffront für Wahrhaftigkeit einzunehmen, die wir verlassen müssen. Lasst unsere Mühen nicht vergeblich gewesen sein!
Michael Molsner
Samstag, 27. Dezember 2025
Europa und sein Machthaber
Europa und sein Machthaber
Europa spricht eine Sprache die wir nicht verstehen. Nur wenige haben diese Sprache gelernt. Es ist nicht eine der verbreiteten wie Englisch, Französisch. Dennoch wird sie weltweit verstanden. Auch in China, USA, Russland – überall. Der Mann, der alle Welt in dieser Sprache anredet, muss wohl sehr wichtig sein.
Konzentrieren wir uns auf Westeuropa. Das Land, das von diesem Mann regiert wird, gehört nicht der Europäischen Union an, dennoch verlangt er von allen wichtigen Mitgliedern der EU, was sein Land braucht, um existieren und kämpfen zu können. Und er bekommt alles. Widerstandslos.
Der Staat, den er vertritt, gehört nicht dem Nordatlantischen Verteidigungsbündnis NATO an. Dennoch besucht er deren Hauptquartier und Leitung regelmäßig und fordert, was sein Staat braucht, um sich verteidigen zu können. Er bekommt es.
Fotografien dieses Mannes erscheinen täglich auf allen Plattformen, die ich einschalte – allen. Er sagt, er besuche dieser Tage den US-Präsidenten Trump. China versichert ihm, Russland nicht mit Kriegsmaterial zu unterstützen. Es gibt nur wenige Staatslenker, die Beziehungen mit ihm ablehnen.
Dass er unglaublicher Korruption überführt ist, wird von unseren Medien selten erwähnt, meist verschwiegen. Die ungeheuren Milliardensummen, die wir Westeuropäer seinem Staat übergeben haben, sind auf Konten gelandet, die wir nicht kennen. In welchen Taschen die Milliarden verschwinden, die wir aktuell zusagen, scheint uns nicht zu interessieren.
Was tut dieser Mann, dass er mit einem solchen Ausmaß an Vertrauen rechnet? Er sagt, er bekämpfe unsern Hauptfeind. Als unser Hauptfeind wird „Putin“ bezeichnet. Das ist unseren medialen und politischen Entscheidern recht. Sie nehmen diese Nachricht mit leidenschaftlicher Beifälligkeit auf.
Besagter Machthaber hat wehrfähige junge Männer nicht einziehen müssen. Er hat sie nach Europa geschickt, um die biologische Substanz seines Volkes zu erhalten.Wir haben sie in unsere Sozialsysteme eingegliedert.
Für uns werden die Sozialsysteme herunter gefahren, zu teuer, heißt es. Das Geld, das uns fehlt, haben wir dem Machtapparat des Staates zur Verfügung gestellt, dem wir vertrauen.
Der Grund ist leicht zu erkennen. Es wird öffentlich erklärt, Russlands aktuelle Regierung müsse gestürzt werden. Besonders der Präsident. Sobald dieser beseitigt wäre, käme ein Nachfolger in Moskau an die Macht. Dass dieser sich der nuklearen Abwehr bedienen würde, ist angekündigt.
Die Aufrüstung westeuropäischer Staaten wäre dann einer ängstlichen und widerstrebenden Wählerschaft leichter zu vermitteln.
Bankrotte Staaten suchen in Aufrüstung und Krieg Auswege. Innere Zerrüttung kann durch den Ruf zur Fahne überwunden werden.
Das lehrt die Geschichte. Nicht nur unsere eigene, deutsche.
Michael Molsner
Freitag, 19. Dezember 2025
Wer weiß etwas?
Kriegsgewinnler
Die Frage ist, wer von der Fortsetzung des Krieges profitiert. Ich denke NICHT an die platt-linken Anklagen der Rüstungsindustrie, die sind lächerlich. Nein, es kommt auf die großen Investoren an, Blackrock und Blackstone sind die bekanntesten. Aber es gibt auch französische, italienische usw.; die kennen wir nicht, sind selten im Gespräch. Alle verwalten nicht etwa nur Billionen, denen geht es um Trillionen Kapital, die um den Globus geschickt werden.
Ich nenne hier Blockrock nur als Beispiel: der Investor verspricht seinen Anlegern Gewinn aufs eingesetzte Kapital. Nun hält Blackrock aber Aktienpakete in jedem Dax-Konzern. Ist es für den Investor günstig, wenn wachsende Schuldenlasten unseres Staates zwecks Finanzierung eines nicht endenden Krieges unsere Wirtschaft schrumpfen lassen? Von Norbert Bolz hörte ich im Fernsehen: Unsere Wirtschaft ist schwächer als jemals seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Wie reagieren darauf die großen Investoren? Mit immer mehr Vertrauen in wachsende Gewinne bei uns? Mit immer weiter erhöhtem Kapitaleinsatz?
Ich glaube, dass die Analyse dieser Zusammenhänge meine Kompetenz bei weitem übersteigt. Wer weiß so etwas? Wer spricht oder schreibt darüber?
Michael Molsner
Mittwoch, 17. Dezember 2025
Herzenssachen